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Sonja's Blog

Ganzheitliche Bildung. Schule des Lebens. LOS.
Opfer, Opferrolle, Schöpfer, Depression
9
Feb

Raus aus der Opferrolle – REIN ins LEBEN!

Teil I – 15 Punkte, woran du erkennst, dass du in der Opferrolle steckst!

Ich saß im Loch. Ganz tief unten. Dunkel und kalt war’s. Und ich hatte keine Energie mehr…keinen Antrieb, keine Perspektive – auch mein Körper gab mir deutliche Signale. Ich saß fest. Spürte den Druck, der auf mir lastete und sah keinen Ausweg.

Dieses Gefühl der Ausweglosigkeit ist mit das Schlimmste.

Welche Optionen hatte ich – außer wie gelähmt auszuharren, alles über mich ergehen zu lassen? Ich fühlte mich machmal, als ob ich aus dem Fenster springen müsste – nur um diesem Druck zu entkommen. Aber würde ich da nicht schon wieder weglaufen?? Obwohl ich gut bin im äußerlichen Dableiben – selbst, wenn es unerträglich erscheint… innerlich hatte ich mich verabschiedet.

Ich musste mich entscheiden.

Trete ich meinem Inneren gegenüber und kämpfe…für mein Leben…für Freude…für Liebe…für ein sinnvolles Sein… oder sterbe ich – ob innerlich oder äußerlich war fast einerlei.

ABER eins war mir klar: Wenn ich mich entschied zu gehen, dann würde ich den gleichen Mist beim nächsten Mal wieder durchlaufen müssen…bis ich es gelernt habe…meine nächste Lebenslektion. Ja, die Schule des Lebens erscheint manchmal sehr hart.

Also entschied ich mich zu leben – und zwar VOLL & GANZ!

…und mein Leben neu aufzubauen. Ich merkte, dass ich eine Rolle in meinem Leben angenommen hatte, die mir und auch den anderen nicht gut taten. Die Opferrolle.

Ich war supergut der Umwelt (und mir) zu beweisen, warum ich alles Recht der Welt hatte, so unglücklich zu sein…so hoffnungs- und hilflos. Ich rannte vor mir selber weg, redete Dinge gut, die es nicht waren (hach ja, das ach so positive Denken…falsch angewandt kann es einen förmlich lähmen), ignorierte und lenkte mich mit Arbeit ab (die ich gerne auch extra dafür erschuf – unbewusst zu der Zeit – wunderbares Hamsterrad).

Ich hoffte auf einen Prinzen, der mich befreien würde (aber hätte ihn doch nicht angenommen..zuviele Glaubensmuster hätten mich daran gehindert) – hatte mich selbst dabei völlig aufgegeben. Und vor allem:

Ich hatte das Vertrauen in mich verloren! …meine Gefühle abgeschnitten.

Da wollte ich immer nur das Beste und allen helfen und vergaß mich dabei bzw. tat ihnen damit auch nicht gut. Da war ich nach außen hin stark und innerlich zerbrach ich.

Ich bemerkte, dass ich das Gleiche tat, was ich anderen vorwarf – ich saugte sie aus, um Energie zu bekommen. Schluck. Ja, ich als Opfer bin auch Täter. Diese Ehrlichkeit mir gegenüber tat schon weh. „Ich schaffe das alles alleine.“ war mein Motto. Musste ich oft auch. Es war einfach oft keiner da – Großeltern zu weit weg, Mann monatelang unterwegs und tickt auch ganz anders…und ich schaffte mir mehr Arbeit, weil ich mehr mit anderen fühlte als mit mir. Dadurch lernte ich natürlich viele wertvolle Überlebensstrategien (aber das ist wieder ein anderes Thema) – bin unglaublich viel gewachsen und tatsächlich stärker geworden, kann mit Situationen umgehen, die mich vorher zerschmettert hätten.

Ich wollte mir beweisen, dass ich gut genug bin…und brannte förmlich aus dabei. Es brachte mich an meine Grenzen – physisch und psychisch.

Um immer wieder Energie für dieses zehrende „Spiel“ zu erhalten, brauchte ich die Bestätigung von außen: „Wie kannst du unter diesen Bedingungen leben? Ja, es ist schlimm genug, dass du etwas Besseres für dich machen kannst.“ Und doch tat ich es nicht. Ich hielt fest an Situationen, die mir nicht gut taten, weil ich keinen Verletzen wollte…weil ich gut sein wollte…weil ich den anderen sah und wie er litt…weil…weil…weil…nur mich sah ich nicht. Viele Ausreden hatte ich, mit denen ich mir erklärte, warum ich nicht handeln konnte.

Dank meines Umfeldes bemitleidete ich mich selbst, versank in Depression oder lenkte mich mit Arbeit ab …bis ich ganz unten saß und mir bewusst wurde: So geht es nicht weiter!

JETZT stehst du auf! Und kämpfst selbst – für deine Freiheit (jep, wie im Innen so im Außen), deine Kraft, deine Lebensfreude…für dein Leben!

Jahrzehntelang hatte ich mich ausgebildet in verschiedenen Methoden der Heilung, Psychologie, Traumatherapie, etc… Wie bei so vielen anderen Menschen lernte ich diese Methoden, weil sie mich interessierten und um ANDEREN MENSCHEN ZU HELFEN. Ich kristallisierte die besten Werkzeuge heraus und half mir letztendlich selbst – auch dank der Hilfe von wundervollen Menschen, Coaches, Begleitern, die mir immer wieder einen Spiegel vorhalten, damit ich mich beim Schopfe packen kann, wenn ich merke, dass ich abtrifte. Yay!

Wenn schon leben – dann richtig und zwar jetzt! Ich war nicht mehr bereit noch 10 Jahre zu hoffen und zu warten. Ich wollte sofort glücklich sein. Und dann legte ich den Hebel um! 🙂

WAS…SO EINFACH??!

JA! Ich hatte es bei der Rohkost schonmal geschafft, ich musste den Mechanismus ja nur nochmal wiederholen…und es klappte!! Selbst, wenn ich noch im gleichen Umfeld lebe – so hat sich doch gravierend etwas geändert – meine Einstellung, dadurch meine Gefühle dazu und dementsprechend die Auswirkungen.

Ich habe gelernt,

  • Bei mir zu bleiben.
  • Nichts persönlich zu nehmen (jedenfalls bin ich mir nun bewusster ;)…Übung macht den Meister…und dazu erhalte ich ja täglich genug davon! Denn ich habe einen Meister, der nicht zimperlich ist :D)
  • Hinter die „Probleme“ zu schauen und zu erkennen, was wirklich dahinter steckt…und sie nicht zu nutzen, um Mitleid zu erzeugen.
  • Hinzuschauen – auf jede Seite in mir. Es gibt nichts Falsches oder Schlechtes – nur Gebiete, auf denen ich mich verbessern kann!
  • Aus der Metaebene zu schauen, um einen Überblick zu erhalten.
  • Meine Bedürfnisse zu verstehen und zu kommunizieren.
  • Mich überhaupt klarer auszudrücken.
  • Nicht mehr mitzuleiden bei anderen, denn damit kann ich ihnen auf keinen Fall helfen (da habe ich unglaublich viel auch von meinem Hunderudel gelernt) sondern das große Ganze zu verstehen.

Ja, helfen möchte ich auf jeden Fall immer noch – aber richtig. Menschen in ihre Kraft begleiten, ihnen zeigen wie sie sich selbst am Schopfe packen können und ihr Leben verwandeln können in etwas richtig Cooles – so wie ich es gelernt hatte. Hilfe zur Selbsthilfe – keine Abhängigkeit.

Es ist ein Weg. Ich bin sicherlich nicht perfekt auf all diesen Gebieten – aber schon einen RIESENGROßEN Schritt weiter. Für dieses Gefühl bin ich sehr dankbar.

WORAN ERKENNST DU, DASS DU IN DER OPFERROLLE STECKST?

Hier einige Hinweise:

  1. Du leidest. Entweder alleine vor dich hin oder erzählst anderen von deinem schwierigen Leben oder deiner Vergangenheit.
  2. Wenn andere dich sehen und dein Leid anerkennen, fühlst du dich kurzfristig gut.
  3. Du scheust Entscheidungen, die dich aus dieser Lage bringen würden.
  4. Du siehst keinen Ausweg. Egal wie du dich drehst und wendest – da gibt es kein raus ohne noch mehr Leid.
  5. Du bist in Gedanken oft in dem Problem – assoziierst dich damit.
  6. Du wirst ärgerlich und evtl. sogar aggressiv, weil der andere dich nicht versteht.
  7. Oder apathisch – es bringt ja doch alles nichts. Du lässt alles über dich ergehen.
  8. Du fühlst dich in die Enge getrieben.
  9. Du hoffst auf Hilfe von außen.
  10. Du willst in der Komfortzone bleiben. Das gibt dir Sicherheit – auch, wenn’s weh tut.
  11. Du gehst nicht vorwärts, änderst dein Leben, etc…weil du nicht weißt wie…weil du glaubst, dass du nicht genug weißt, weil du zweifelst, das Richtige zu tun…weil du keine Unterstützung hast, etc… weil du für alles eine Erklärung (= Ausrede) hast, WARUM du nichts ändern kannst.
  12. Du fühlst dich gelähmt…oder als wären dir die Hände gefesselt.
  13. Du kommst dir vor als stecktest du im Treibsand – du strampelst und kämpfst und kommst doch nicht raus.
  14. Du bist deprimiert und/oder ausgebrannt.
  15. Du ziehst förmlich leidvolle Menschen an… ;). Das ist im Endeffekt eine gute Sache…aber auch das ist ein neues Thema.

Es ist wichtig, Bilanz zu ziehen. Alles auf den Tisch zu packen – das Gute und das „Schlechte“. Ich nenne es jetzt einfach mal schlecht, obwohl es eigentlich nicht schlecht ist…aber es hinterlässt meistens ein negatives, ungutes Gefühl, dass wir als schlecht bezeichnen… Und diese Gefühle müssen angeschaut werden, denn sie haben Botschaften für dich.

Plus, wenn du weißt, wo du stehst – welche Gebiete sich in deinem Leben gut anfühlen, welche nicht – dann bekommst du einen wunderbaren Überblick und kannst dir gezielt die Gebiete vornehmen, die du verbessern möchtest. Denn:

„Wenn du nichts änderst, ändert sich nichts.“

Bevor du also wild ins Unbekannte schießt…werde dir lieber bewusst und gehe es gezielt an – ausgerichtet nach deinen wirklichen Bedürfnissen. Es gibt nichts Schlechtes!! Nur Alarmzeichen…Signale deines Körpers. Höre auf sich und nutze sie als Katapult!

Dabei kann dir dein Umfeld auch gut helfen, wenn es dir ehrlich Feedback gibt.

Wie ich aus der Opferrolle rauskam und was du tun kannst, erzähle ich dir das nächste Mal. Bis dahin. Sei wachsam & achte auf dich! Die Welt braucht dich!

„Ziel des Lebens ist es, nicht ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller.“
– Albert Einstein

Bist du noch In der Opferrolle oder lebst du schon? Teile dich mit in den Kommentaren. Ich höre gerne von dir.

 

Potentialentfaltung, ganzheitliche Bildung, Bildungsrevolution, Rohkost, Schulprobleme

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